Wie
Jedes Projekt stellt eine Reise in eine unerforschte neue Welt dar. Das Ziel ist eher eine Vision, die Wege dahin müssen gefunden und erkundet werden.
Dafür wurden im Projekt BLIP zwei "Forschergruppen" gegründet. Jeder dieser Gruppen ist ein klar definiertes Einsatzszenario in der Ausbildung zugewiesen.
Der Auftrag lautet: mit Pioniergeist, selbstgesteuert und kollaborativ neue Lernwege zu erkunden.
Diese "Forschergruppen" sollen die zentralen Projektfragen beantworten helfen:
- Wo und wie wollen wir Lernen zukunftsfähig, innovativ und lernortübergreifend gestalten?
- Wie lässt sich Bewährtes mit Neuem didaktisch und ökonomisch sinnvoll verknüpfen?
Und so gehen wir dabei vor
- Vorbereitung
Im ersten Schritt wurde das definierte Projekt nach Projektmanagement-Prinzipien umgesetzt. In diesem Zusammenhang sind zunächst gemeinsame Leitlinien für die Zusammenarbeit erarbeitet worden. Des Weiteren erfolgte eine erste Bestimmung der Ausgangsbedingungen und möglicher Problemfelder. - Analyse
Gegenstand der Analyse war sowohl das didaktische Design als auch die definierten Web 2.0-Technologien. Auf der didaktischen Ebene wurde das prozessorientierte Lernen dokumentiert und anhand betriebspädagogischer Kriterien erhoben. Intention war es Merkmale für die Gestaltung der Einsatzszenarien und Lernmodelle abzuleiten. Demgegenüber diente die Untersuchung der technologischen Ebene dem Ziel, die konkrete Anwendung von Web 2.0 innerhalb der beruflichen Erstausbildung zu spezifizieren. - Konzeption
Basierend auf den im Vorfeld analysierten Kriterien wurde ein detailliertes Lerndesign konzipiert, das auf der Kontruktion des community-based-learning- und computer-supported-collaborative-learning-Designs aufbaut und Qualitätsstandards festlegt. Daran angelehnt wurde ein erster Prototyp der neuen Web2.0-basierten Lernumgebung entwickelt, die sich sowohl an den didaktischen als auch den technischen Anforderungskatalogen orientiert. Abschließend die Lernplattform mit entsprechendem Content ausgestattet. - Realisierung
Für die Realisierung wurde zunächst eine Experimentalgruppe gebildet die sich aus Ausbildern (Meister, Fach- und Führungskräfte), Berufsschullehrern und Auszubildenden zusammensetzt. Verteilt auf zwei Forschergruppen erproben sie die Lernplattform an den grundtypischen Lernorten (Lehrwerkstatt, Fachbereiche, Berufsschule) sowie an weiteren Lernmöglichkeiten (außerhalb der klassischen Lernorte). Dies geschieht anhand von drei zentralen Einsatzszenarien die als eine Art Brücke zwischen dem technischen System und den individuellen und organisationalen Lernprozessen dienen. Darüber hinaus wird der Stand der Medienkompetenz der Beteiligten erhoben und durch Qualifizierungs- und Weiterbildungsmaßnahmen und weiterentwickelt. - Evaluation
Durch die projektbegleitende Evaluation werden die Erfahrungen der Forschergruppen dokumentiert und reflektiert. Dadurch kann das zukünftige Qualifizierungsmodul besser herausgearbeitet werden. Betrachtet werden außerdem die Akzeptanz des didaktischen Designs, die Nutzbarkeit der technischen IT-Systeme und die durch die Veränderungen erzielte Wirkung. Auf diese Weise sollen mit Hilfe sozialwissenschaftlicher Methoden folgende Fragen beantwortet werden:- Welche Qualifikationsmaßnahmen sind in welchem Umfang erforderlich?
- Welche Kombination definierter Web 2.0 Systeme unterstützen den Lernprozess möglichst
optimal?
- Transfer
Ziel ist es, die Projektergebnisse — über die Erstausbildung im Werk Mannheim hinaus — für eine möglichst flächendeckende, praktische Anwendung zu transferieren. Erfahrungen und Handlungsempfehlungen sollen über diverse Marketingstrategien (Medien, Fachtagungen) und Partner (z.B. Berufsförderungswerk Heidelberg, SRH, etc.) multipliziert werden.